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FAQ – Fragen und Antworten rund um Papageien und Sittiche!

Auf dieser Seite findest Du nützliche Antworten auf die Fragen, die im Rahmen der Papageien- und Sittichhaltung am häufigsten gestellt werden. Einige Fragen wurden mir von meinen Abonnenten über Email gestellt, wiederum andere habe ich in diversen Foren und Facebook-Gruppen aufgegriffen. Das FAQ (Frequently Asked Questions, zu deutsch: Häufig gestellte Fragen) soll Anfängern sowie erfahrenen Papageien- und Sittichhaltern eine Hilfestellung bieten.

Die FAQ Seite wird fortgehend erweitert und soll alle Fragen abdecken, die vor der Kaufentscheidung von Papageien oder dem Zubehör aufkommt..

Sollte Dir also eine Frage auf der Zunge brennen, zögere nicht den Kontakt zu mir aufzusuchen. Ich werde Deine Frage schnellstmöglich beantworten und die Antwort anschließend in dieser FAQ Seite aufführen.

FAQ - Hast Du noch Fragen?
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Papageienkäfig kaufen FAQ

Der Preis der bunten Vögel ist von Art zu Art völlig verschieden. Selbst innerhalb der gleichen Art kann es unterschiedliche Preise geben. Der Preis ist von einigen Faktoren abhängig.

Gründe für unterschiedliche Preise

  • Anschaffungsort
    • Papageien von Züchtern sind um einiges günstiger als von Zoofachgeschäften.
  • Dringlichkeit des Verkaufs
    • Personen, die aufgrund von Krankheit / Allergie das Tier abgeben müssen, legen weniger Wert auf den Preis. Sie nehmen günstigere Preise in Kauf, wenn die Tiere dadurch schneller vermittelt werden können.
  • Gewissenhaftigkeit des Verkäufers
    • Ein wirklich gewissenhafter Papageienhalter verkauft seine Tiere nur an erfahrene Hände. Das Wohl der Papageien sollte bei der Vermittlung bzw. dem Verkauf oberste Priorität haben. Dabei wird oftmals nur eine Schutzgebühr an den Halter gezahlt.
  • Zustand des Tieres
    • Hierbei spielt primär der Gesundheitszustand sowie das Alter des Tieres eine große Rolle. Oftmals werden kranke Tiere sogar kostenlos an erfahrene Halter abgegeben, weil die Pflege der Tiere sehr anstrengend und kostspielig ist.
  • Aufzuchtform
    • Handaufzuchten sind zumeist teurer als Naturbruten, da sie zu Beginn oftmals handzahmer sind und so "leichter" zu verkaufen sind.
Es ist wichtig zu wissen, dass neben den Anschaffungskosten der Papageien noch viele weitere Kosten aufkommen, wie z.B. der Kauf eines Papageienkäfigs, von Papageienspielzeugen (Zubehör) und Vogelfutter sowie regelmäßige Tierarztbesuche. Um mehr über die übrigen Kosten zu erfahren, kannst Du die oben aufgeführten Links anklicken.

Wie teuer sind Papageien? - Anschaffungskosten

Um genauer auf die Frage "Wie teuer sind Papageien?" einzugehen, habe ich die nachfolgende Tabelle mit den durchschnittlichen Preisen je Papageienart aufgestellt. Diese Preise können von Tier zu Tier variieren und sollen nur als Anhaltspunkte dienen:
ArtPreisspanne
Kanarienvogelca. 10 - 25 €
Wellensittichca. 15 - 30 €
Ziegensittichca. 30 - 50 €
Agapornideca. 30 - 60 €
Nymphensittichca. 35 - 70 €
Gebirgslorica. 120 - 150 €
Mohrenkopfpapageica. 170 - 300 €
Meyerspapageica. 200 - 350 €
Hahn-Zwergaraca. 250 - 450 €
Amazoneca. 320 - 500 €
Edelpapageica. 400 -550 €
Graupapageica. 500 - 900 €
Gelbbrustaraca. 600 - 1.000 €
Goffin-Kakaduca. 900 - 1.500 €
Gelbhaubenkakaduca. 1000 - 2000 €
Hellroter Araca. 1.500 - 2.500 €
Großer Soldatenaraca. 3.500 - 4.000 €
Hyazinth-Araca. 10.000 - 12.500 €

Da Papageien Schwarmtiere sind, sollten mindestens 2 Exemplare zusammengehalten werden. Die Preise in der Tabelle beziehen sich nur auf ein einzelnes Tier. Falls Du also noch keine Papageien besitzt, müsstest Du die Preise von der Tabelle verdoppeln.

Weiterführende Informationen

Wichtig: Papageien sind Lebewesen und sollten nicht als Handelsgüter betrachtet werden. Ein "Schnäppchen" kann hinterher sehr teuer werden, da das Tier eventuell krank sein kann oder aber illegal eingeführt wurde. Daher bitte immer nur Papageien mit Papieren und Beringung kaufen.

Alle Aras benötigen Herkunftsnachweise und sind meldepflichtig. Einige Aras wie z.B. Gebirgs-, Blaukehl-, Hyazinth- und Hellroter Ara sind zudem CITES-pflichtig. Man braucht für diese Arten eine CITES-Bescheiniung und eine Haltegenehmigung.

Papageien sind erstaunliche Lebewesen. Sie sind einer der wenigen Tiere dieser Erde, die älter als Menschen werden können. Unter den Vögeln liegen sie somit unangefochten an der Spitze. Großpapageien können bis zu 100 Jahre alt werden. Gewöhnlich liegt das Alter in Gefangenschaft allerdings zwischen 50-70 Jahren. Die Lebenserwartung von Papageien ist außerdem größenabhängig. Kleinere Vögel leben für gewöhnlich kürzer als ihre größeren Artgenossen.

Wie alt werden kleine Papageien?

Um auf die Frage "Wie alt werden Papageien?" genauer einzugehen, findest Du nachfolgend die Lebenserwartungen einiger ausgesuchter Sittich- und Papageienarten. Hierbei habe ich größenabhängige Tabellen aufgestellt, da die Größe ein wichtiger Faktor für die Lebenserwartung der bunten Vögel ist.Lebenserwartung kleiner Sittiche und Papageien:
ArtLebenserwartung in Gefangenschaft
Wellensittich5 - 8 Jahre (in Ausnahmefällen bis zu 18 Jahre)
Nymphensittich15 - 20 Jahre
Agaporniden12 - 16 Jahre
Halsbandsittich20 - 30 Jahre
Prachtrosella12 - 15 Jahre
Kanarienvogel10 Jahre
Ziegensittich8 - 15 Jahre
Schildsittich15-25 Jahre
Um mehr über die oben aufgeführten Sittiche und Papageien zu erfahren, kannst Du Dir die dazugehörige Seite durchlesen. Klicke dazu einfach hier ➤ Kleine Sittiche und Papageien

Wie alt werden mittelgroße Papageien

Lebenserwartung großer Sittiche und mittelgroßer Papageien:
ArtLebenserwartung in Gefangenschaft
Schönsittichca. 10 - 15 Jahre
Großer Alexandersittich / Halsbandsittichca. 15 - 24 Jahre
Mohrenkopfpapageica. 30 - 40 Jahre
Meyerspapagei / Goldbugpapageibis zu 35 Jahre
Gelbstirnamazoneca. 40 - 50 Jahre
Blaustirnamazonebis zu 40 Jahre
Zwergarasca. 25 - 30 Jahre
Lorisca. 12 - 16 Jahre
Um weitere Informationen zu den obigen Arten zu erhalten, kannst Du Dir die Seite rund um große Sittiche und mittelgroße Papageien durchlesen. Dazu musst Du nur folgende Seite aufrufen ➤ Sittiche und mittelgroße Papageien

Wie alt werden große Papageien

Lebenserwartung großer Papageien:
ArtLebenserwartung in Gefangenschaft
Gelbbrustaraca. 40 Jahre
Grünflügelaraca. 50 Jahre
Hyazintharabis zu 90 Jahre
Soldatenarabis zu 90 Jahre
Inkakakaduca. 63 Jahre
Gelbhaubenkakaduca. 57 Jahre
Rosakakaduca. 40 Jahre
Edelpapageibis zu 30 Jahre
Blaustirnamazoneca. 30 Jahre
Graupapageica. 60 Jahre
Wenn Du weiterführende Informationen zu den oben genannten majestätischen Papageien erhalten möchtest, klicke einfach auf diesen Link ➤ Große PapageienWeiterführende InformationenFalls Du allgemeine Informationen zur artgerechten Haltung von Papageien und Sittichen erfahren möchtest, genügt ein Klick auf den folgenden Link ➤ Vogelvoliere kaufen

Papageien sind hochsensible, emotionale und soziale Lebewesen. Die Gesellschaft eines Artgenossen ist bei der Haltung der Papageien eines der wichtigsten Aspekte. Viele Halter wünschen sich handzahme oder sprechende Papageien und halten die Vögel daher einzeln. Auch Papageien und Sittiche, die als Paare oder in Gruppen gehalten werden, können handzahm werden und das Sprechen erlernen. Das wichtigste ist hierbei das Vertrauensverhältnis von Mensch und Tier und jede Menge Geduld.

Lebensweise von Papageien in der Wildnis

Papageien sind Schwarmtiere und leben in ihren natürlichen Habitaten mit mehreren Artgenossen zusammen. Daher liegt es nahe, dass Papageien in Gefangenschaft ebenfalls mindestens einen Artgenossen bei sich haben. Ein gegengeschlechtliches Paar harmoniert am besten, deshalb ist es empfehlenswert ein Männchen und ein Weibchen zusammenzuhalten. Was aber nicht bedeutet, dass gleichgeschlechtliche Paare nicht gut miteinander auskommen können. Im Idealfall kann man die Frage, ob man Papageien einzeln halten darf mit einem klaren "Nein" beantworten.

Es gibt aber auch Ausnahmefälle, wo es sogar besser ist Papageien oder Sittiche einzeln zu halten. Dies trifft primär auf kranke Vögel zu, die eine hoch ansteckende Krankheit haben und deshalb in Quarantäne gehalten werden müssen. Hierbei ist es ratsam einen vogelkundigen Tierarzt aufzusuchen, um die Vergesellschaftung des kranken Vogels zu besprechen.

Weiterführende Informationen:

Um mehr über Papageienkrankheiten zu erfahren, klicke auf diesen Link ➤ Papageienkrankheiten

Falls Du allgemeine Informationen über die artgerechte Haltung von Papageien und Sittichen erhalten möchtest, empfehle ich Dir die Startseite durchzulesen. Um die Hauptseite aufzurufen, genügt ein Klick auf den folgenden Link ➤ Papageienkäfig kaufen

Neben der Größe ist des weiteren der Standort des Papageienkäfigs entscheidend. Es gibt wichtige Kriterien, die Du hinsichtlich des richtigen Standorts des Vogelkäfigs beachten musst.

Der ideale Standort Deines Vogelkäfigs

❌ An der Heizung

➤ Vor allem im Winter, wenn die Heizung die meiste Zeit über an ist, ist das der falsche Standort. Die warme Luft, die aus der Heizung strömt, trocknet die Luft aus und senkt somit die Luftfeuchtigkeit. Papageien und Sittiche, die in der Nähe von Heizungen hausen, leiden sehr oft an trockener Haut und fangen früher oder später an sich zu rupfen. Die ideale Luftfeuchtigkeit liegt zwischen 60-70%. Um mehr über das geeignete Klima in den vier Wänden zu erfahren, kannst Du Dir diesen Beitrag durchlesen ‣ Gesundheit im Winter

❌ An der Tür

➤ Wenn Dein Papageienkäfig an der Tür steht, können sich Deine Papageien oder Sittiche nicht entspannen. Grund hierfür ist, dass Du oder andere im Haushalt mehrmals am Tag durch die Tür laufen und Deine Vögel daher immer wieder aufschrecken.

❌ In der Nähe vom Fernseher

➤ Papageien nehmen die Umwelt ganz anders wahr als Menschen. Die Augen sind im Vergleich zu denen des Menschen um ein vielfaches schneller. Das für das menschliche Auge gleichmäßig erscheinende TV-Bild wirkt auf Deine Vögel wie ein Stroboskop-Licht. Das ständige Hell-und Dunkelwerden versetzt Deine Papageien daher in Stress. Außerdem nehmen Deine Papageien mehr Tonfrequenzen wahr. Deshalb sollten Deine Papageien innerhalb des Vogelkäfigs keine Blickmöglichkeit auf den Fernseher haben. Im besten Falle befindet sich im Zimmer, indem der Vogelkäfig steht, kein TV-Gerät.

❌ In der Küche

➤ Die Küche eignet sich aus vielen Gründen nicht als geeigneter Standort für den Papageienkäfig. Zum einen befinden sich in der Küche eine Vielzahl von potenziellen Gefahrenherden. Neben spitzen Gegenständen, heißen Herdplatten und kochendem Wasser könnten dort auch ungenießbare Lebensmittel frei rumliegen, die von Deinen Vögeln aufgefressen werden können. Ganz besonders Schokolade oder Avocados könnten Deinen bunten Mitbewohnern hierbei zum Verhängnis werden. Zum anderen könnten die Schleimhäute und Atemsäcke Deiner Vögel durch die beim Kochen entstehenden Dämpfe gereizt werden. Außerdem wäre das auch für Dich nicht gerade appetitlich, wenn sich auf der Arbeitsplatte am Boden oder sogar im Essen Federstaub, Federn oder Kot befindet. Die Versetzung des Käfigs in ein anderes Zimmer ist somit sowohl für den Halter als auch für die Vögel die beste Entscheidung.

❌ Im Keller

➤ Der Keller ist einer der ungeeignetsten Plätze, die man als Standort für den Papageienkäfig wählen kann. Papageien lieben das Sonnenlicht und benötigen bei der Haltung viel Aufmerksamkeit von den Bezugspersonen. Keller sind meistens kalt, dunkel, feucht, stickig und alleingelassen. Also alle Eigenschaften, die Dein Papagei nicht mag. Das größte Problem ist, dass es hier kein Sonnenlicht und somit kein UV-Licht für die Vögel gibt, welches überaus wichtig für den Hormon- und Vitaminhaushalt Deiner Vögel ist. Daher komme bitte niemals auf die Idee den Vogelkäfig in den Keller zu stellen.

✅ In die Nähe von Fenstern

➤ Fenster eignen sich hervorragend als Standorte für den Vogelkäfig. Die Vögel lieben es sich im Sonnenlicht aufzuwärmen und freuen sich über jedes Sonnenbad. Allerdings sollte der Papageienkäfig so platziert sein, dass sich die Vögel bei Bedarf auch in den Schatten stellen können. Daher stelle den Käfig bitte nicht unter die pralle Sonne. Mithilfe von Rollos oder Gardinen kannst Du zum Beispiel die direkte Sonneneinstrahlung verhindern. Außerdem solltest Du darauf achten, dass der Papageienkäfig niemals dem Windzug ausgesetzt ist. Falls Du die Wohnung durchlüften möchtest, solltest Du den Käfig kurzzeitig aus dem Zimmer schieben.

✅ Im Wohnzimmer / Papageienzimmer

➤ Das Wohnzimmer eignet sich neben dem Papageienzimmer am besten als Standort für den Papageienkäfig. Papageien und Sittiche sind zwar von Natur aus scheue Tiere, wenn Du aber das Vertrauen Deiner Vögel gewonnen hast, bist Du zu einem Teil des Schwarms geworden. Somit möchten die Tiere Deine Nähe spüren und sehen. Falls Du die meiste Zeit des Tages in einem anderen Zimmer, z.B. im Arbeitszimmer verbringst, kannst Du den Käfig auch gerne dorthin stellen.

✅ An die Wand

➤ Der Papageienkäfig sollte zumindest zu einer Seite geschlossen sein, da Papageien nicht kontinuierlich unter Beobachtung stehen möchten. Die Wand gibt den Vögeln das Gefühl von Sicherheit und hilft ihnen dabei sich zu entspannen und zur Ruhe zu kommen. Ein wichtiger Hinweis, den Du beachten solltest: Früher oder später werden Obstreste sowie Wasser oder anderes Futter an der Wand kleben bleiben. Um dies zu verhindern, empfehle ich Dir eine Plexiglasscheibe hinter den Vogelkäfig anzubringen. Die Plexiglasscheibe kannst Du ganz einfach abwischen. Sie schützt Deine Wand vor Verunreinigungen und sieht zudem schick aus.

Weiterführende Informationen

Falls Du auf der Suche nach dem geeigneten Papageienkäfig für Deine gefiederten Freunde bist, kannst Du Dir die folgende Seite ansehen. Dort findest Du die beliebtesten und empfehlenswertesten Modelle für kleine und große Exemplare ‣ Papageienkäfig

Papageien sind unheimlich intelligente und lernfähige Lebewesen. Die meisten Vogelarten haben nur ein kurzes Zeitfenster, in denen sie ihre kognitiven Fähigkeiten ausnutzen können. Papageien hingegen sind zusammen mit den Krähen die einzigen Vögel, die ihr Leben lang dazulernen können. Doch warum können Papageien sprechen sowie Stimmen und Melodien imitieren?

Beste Voraussetzungen zum Sprechen

Wenn man sich die Zungen der bunten Vögel anschaut, stellt man schnell fest, dass sie sehr muskulös sind. Ähnlich wie beim Menschen können sie dadurch die Wörter formen. Vor allem Graupapageien sprechen dabei viele Worte und Sätze sehr deutlich aus. Die Zunge eignet sich also technisch gesehen hervorragend um Wörter auszusprechen. Auch kleinere Exemplare, wie Wellensittiche können sprechen. Da aber hier die Zunge viel kleiner und weniger muskulös ist, nimmt die Deutlichkeit der gesagten Wörter ab.

Schaut man sich das Leben wilder Papageien an, erkennt man schnell, dass eine hohe soziale Interaktion zwischen den Papageien vorliegt. Neben der gegenseitigen Gefiederpflege und Fütterung fallen dabei sehr stark die untereinander geführten Konversationen auf. Die meisten Papageienarten leben in großen Gruppen. Oftmals befinden sich fast 100 Tiere in einem Schwarm. Sie müssen dabei im Gewusel der vielen Vögel ihre eigene Familie wiederfinden. Dies gelingt ihnen nur, wenn sie deren Stimme imitieren oder eine ganz individuelle Melodie pfeifen, womit sie sich untereinander wieder auffinden können. Oftmals stoßen dabei neue Papageien in die Gruppe, die einen anderen "Dialekt" haben. Um mit den neuen Schwarmmitgliedern kommunizieren zu können, müssen sie dabei den neuen "Slang" erlernen. Diese Anpassung an Laute der Artgenossen ist wohl einer der Gründe, warum auch Papageien in Menschenobhut das Sprechen lernen.

Die kontinuierliche Lernfähigkeit der Papageien ist von sehr großem Vorteil. Im Normalfall bleibt ein Papageienpaar ein Leben lang vereint. Ein Papageienleben kann in einigen Fällen bis zu 100 Jahre führen. In der Wildnis kann es aber schnell passieren, dass ein Papagei einem Raubtier zum Opfer fällt oder aufgrund einer Krankheit stirbt. Damit der verwitwete Papagei nun schnell Anschluss bei einem neuen Partner findet, muss er nun neue Töne imitieren. Auch im fortgeschrittenen Alter muss ein Papagei also in der Lage sein neue Ruftöne oder Stimmen zu imitieren, um Familienmitglieder ausfindig zu machen. Im Gegensatz zu Singvögeln haben Papageien keine melodischen Stimmen. Während männliche Singvögel schön singen müssen, um Weibchen anzulocken, beeindrucken männliche Papageien die Weibchen durch schwatzen und rufen.

Sprechende Papageien - Talentierte Arten

Papageien, die als Haustiere gehalten werden, nutzen hierbei dieses veranlagte Sprachtalent, um die Aufmerksamkeit der Bezugspersonen im Haushalt zu gewinnen. Was in der Wildnis zwischen Dutzenden Papageien gelingt, funktioniert also auch in der Heimtierhaltung. Vor allem Graupapageien, Kakadus und Amazonen suchen sich im Haushalt eine Bezugsperson aus. Graupapageien sind äußerst clevere Vögel, die zumeist nicht die Stimme der Bezugsperson imitieren, sondern die des Partners. Graupapageien beobachten nämlich von wem die Bezugsperson oftmals angesprochen wird und wie sie darauf reagiert. Dies nutzen sie zu ihrem Vorteil und imitieren die Stimme der Person, die der Bezugsperson sehr nahe steht. Damit möchten sie ebenfalls die Aufmerksamkeit der Bezugsperson für sich gewinnen.

Nicht jeder Papagei ist aber in der Lage zu sprechen. Graupapageien und Amazone sowie Halsbandsittiche und Wellensittiche sind bekannte Sprachkünstler. Mein Mohrenkopfpapagei Chico hat auch das Sprechen erlernt, obwohl Mohrenkopfpapageien weniger bekannt für das Sprechen sind. Es ist also eine Frage des Talents des einzelnen Vogels.

Tipp: Falls Du das Sprechen mit Deinen Papageien üben möchtest, solltest Du Wörter verwenden, die im hinteren Rachenraum gebildet werden. Geeignete Wörter sind beispielsweise "Hallo", "gut","Guck mal" oder "Rambo". ´Das Beibringen kann allerdings ein längerer Prozess sein. Du musst das gewünschte Wort nur oft genug über den Tag verteilt wiederholen. Sobald Dein Papagei das Wort einmal erwähnt oder andeutet, musst Du ihn umgehend mit einem Leckerli oder einer Streicheleinheit belohnen. Die Leckerlis müssen bei der Sprech-Übung also stets griffbereit sein.

Papageien sind wahre Feinschmecker. Sie haben in freier Wildbahn ein sehr breites Nahrungsangebot. Neben Obst, Gemüse, Samen, Nüssen, Beeren und Kräutern fressen einige Papageienarten auch Insekten und Insektenlarven. Rund 15% aller Papageienarten (55 von insgesamt 350 Arten) fressen damit gelegentlich tierische Produkte. Tierische Eiweiße in Form von hartgekochten Eiern oder Maqerquark sollten aber allen Papageien in wöchentlichen Abständen angeboten werden. Außerdem gibt es einige Papageienarten, die sich hauptsächlich von Nektar und Pollen ernähren. Die bekanntesten unter ihnen sind die Loris.

Papageien und Sittiche können, wenn es um das Futter geht, sehr wählerisch sein. Jeder Vogel hat andere Vorlieben. Hier gilt die Devise: Probieren geht über studieren. Amazonen benötigen allerdings eine fettarme Nahrung, deshalb sind fetthaltige Saaten, wie Sonnenblumenkerne, Pinienkerne oder Sesam tabu.

Was dürfen Papageien fressen?

In der Heimtierhaltung wird den Papageien vorwiegend eine Körnermischung mit unterschiedlichen Saaten, Körnern und Nüssen zudem Obst und Gemüse zur Verfügung gestellt. Bei der Körnermischung ist auf eine hohe Qualität zu achten. Die Qualität spiegelt sich meist in der Zutatenliste wider. Der Anteil an Sonnenblumenkerne darf nicht zu hoch sein. Außerdem darf im Futter kein Zucker sowie keine Bäckereierzeugnisse enthalten sein. Keimfutter sollte außerdem in regelmäßigen Abständen angeboten werden. Die durch den Keimvorgang entstehenden Keimlinge haben einen erhöhten Vitamingehalt, weshalb sie einen großen Beitrag zur gesunden Ernährung leisten. Hierbei ist darauf zu achten, dass das Keimfutter innerhalb kürzester Zeit schimmeln kann und deshalb nach wenigen Stunden entsorgt werden sollte. Während der Brutzeit benötigen die Elterntiere außerdem Eifutter.

Was dürfen Papageien fressen?

In der nachfolgenden Tabelle findest Du eine Auflistung von geeignetem "Papageienfutter":

Körner & SaatenHanf, Kardi, Kürbiskerne, Leinsamen, Mohn, Nachtkerzensaat, Negersaat, Perilla, Pinienkerne, Raps, Rübsen, Sesam, Sonnenblumenkerne (geringe Menge), Buchweizen,Dari, Gerste, Glanz (Kanariensaat / Spitzsaat), Hafer, Mais, Milo, Paddyreis, Quinoa, Roggen, Weizen, verschiedene Grassamen, verschiedene Hirsearten, Dakotahirse, Japanhirse, Kolbenhirse, Mannahirse, Platahirse, Rote Hirse, Rote Mohairhirse, Senegalhirse, Silberhirse, Sorghumhirse
ObstÄpfel (ohne Kerne), Ananas, Aprikosen, Bananen, Birnen, Datteln, Feigen, Granatapfel, Grapefruit, Jackfrucht, Kaki, Kaktusfeigen, Karambole, Kirschen (ohne Kerne), Kiwi, Kokosnuss, Kumquat, Litschis, Mandarinen, Mangostan, Maracuja, Mirabellen, Mispel, Nektarinen, Mango, Melone, Orange, Pfirsich (ohne Kerne), Papaya, Pflaumen, Pitahaya,
Quitten, Rambutan, Rosinen (ungeschwefelt), Sternfrucht, Tamarillo, Tamarinde, Weintrauben
GemüseKarotte, Kohlrabi, Blumenkohl, Broccoli, Mangold, Zuckererbsen, Rote Beete, Stangensellerie, Gurke, Tomate, Zucchini, Paprika, Mais, gekochte Kartoffel, gekochte Hülsenfrüchte (Bohnen), Lauch, Kürbis, Spargel, Spinat, Peperoni, Chili, Radieschen, Rettich, Artischocken, Aubergine
BeerenWeißdornbeeren, Schwarzdornbeeren, Sanddornbeeren, Feuerdornbeeren, Vogelbeeren, Schwarze Holunderbeeren (nur reife), Maulbeeren, Brombeeren, Cranberries, Erdbeeren, Himbeeren, Heidelbeeren, Johannisbeeren, Preiselbeeren, Stachelbeeren
Nüsse (ohne Schale)Walnüsse, Haselnüsse, Zirbelnüsse, Macadamianüsse, Pinienkerne, Cashewkerne, Mandeln, ungesalzene Pistazien
KräuterAckerschotendotter, Ampfer, Beifuss, Breitwegerich, Brennnessel, Brunnenkresse, Basilikum, Estragon, Frauenmantel, Hirtentäschel, Huflattich, Kamille, Klee, Knöterich, Kresse, Kümmel, Löwenzahn, Margeritte, Melisse, Minze, Nachtkerze, Petersilie (in geringen Mengen), Purpur-Sonnenhut, Schafgabe,Schnittlauch (in geringen Mengen), Spitzwegerich, Thymian, Vogelmiere, Vogelwicke, Verschiedene Wildgräser, Wegwarte
BlütenBlüten von Obstbäumen: Apfel, Süßkirsche, Birne; Blüten von Zierpflanzen: Hibiskus, Ringelblume, Salbei, Gänseblümchen
Tierisches EiweißAmeiseneier, Aufzuchtsfutter, Eier (hart gekocht), Fisch (gegart und ungewürzt), Fliegen, Gammarus, Gekochtes Hühnerfleisch (ungewürzt), Hundekuchen, Larven, Magerjoghurt und Magerquark (enthält durch die Fermentierung bei der Hertellung so gut wie keine Laktose, daher geeignet)

Empfehlenswerter Online-Shop - Mixerama

Wenn Du auf der Suche nach hochwertigem Futter für Deine Papageien und Sittiche bist, kann ich Dir Mixerama wärmstens empfehlen. Bei Mixerama hast Du die Möglichkeit mit dem "Mixer" verschiedenste Futtersorten zusammenzustellen und sogar kleinste Mengen zu bestellen. Hier hast Du eine unglaublich große Auswahl. Falls Du Dir den Shop anschauen möchtest, klicke auf den Folgenden Link ➤ Mixerama

Nutze hierbei den 10%-Rabatt mit dem Gutscheincode "NEW-2015" und die versandkostenfreie Bestellung ab einem Warenwert von 40€.

Weiterführende Informationen:

Möchtest Du mehr über geeignetes Sittich- und Papageienfutter erfahren, kannst Du Dir den folgenden Beitrag durchlesen ➤ Richtige Ernährung Hier erfährst Du unter anderem den geeigneten Energiebedarf sowie die richtige Futtermenge für die jeweiligen Papageien und Sitticharten.

Papageien sind sehr neugierige und wissbegierige Tiere. Leider trifft diese Eigenschaft auch auf das Fressverhalten zu. Unbekannte Nahrungsmittel werden oftmals unüberlegt probiert oder gefressen. Meistens bieten die Vogelhalter ihren gefiederten Freunden sogar eigenständig die verbotene Kost an oder lassen sie unbewusst auf Tischen liegen, sodass die Papageien dazu Zugang haben. Viele Erkrankungen oder Todesfälle entstehen daher durch haltungs- und fütterungsbedingte Fehler, die dem Papageienhalter, oft unwissentlich, unterlaufen. Dabei gibt es einige Speisen die die Papageien keinesfalls fressen dürfen. Wenn Du Deinen Papageien ein langes und gesundes Leben bieten möchtest, solltest Du Dich im Vorfeld genauestens über die artgerechte und ausgewogene Ernährung Deiner Papageien informieren.

In der nachfolgenden Tabelle findest Du daher eine Auflistung von Speisen und Getränken, die Du Deinen Papageien und Sittichen unter keinen Umständen anbieten darfst. Der Verzehr folgender Speisen kann zur Vergiftung, Erkrankung oder zum Tod Deiner Papageien führen. Daher halte diese Produkte bitte fern von Deinen Schützlingen.

Das dürfen Papageien nicht essen / trinken

AlkoholAlkohol ist ein Gift und kann stark erhöhten Blutdruck mit Todesfolge verursachen. Vögel, die Alkohol zu sich nehmen, entwickeln schnell chronische Leberprobleme, erhöhten Blutdruck und sind anfällig für Herzattacken und Schlaganfälle. Zusätzlich kann Alkohol das Immunsystem schwächen und den Papageien dadurch sehr anfällig für Infektionen machen.
AvocadosSowohl der Verzehr des Kerns als auch des Fruchtfleisches kann fatale Folgen haben, wobei der Kern zu einem schnelleren Tod führt. Der giftige Wirkstoff in Avocados ist das Persin. Symptome einer Persin-Vergiftung sind: Atemnot, erhöhte Herzfrequenz. Eintritt des Todes ca. 12 bis 29 Stunden nach Verzehr. Es gibt kein Gegenmittel!
Milch und andere MichprodukteEnthält Laktose, die bei Vögeln zu Verdauungsproblemen führen kann.
Nüsse in SchalenIn den Schalen vieler Nüsse, vor allem Erdnüsse, befinden sich Pilzsporen, die beim Aufknacken aufgewirbelt und von den Papageien eingeatmet werden. Das Einatmen dieser Sporen hat oft eine Aspergillose-Erkrankung zur Folge, die in vielen Fällen tödlich endet.
Gesalzene und gewürzte SpeisenDurch den hohen Salzanteil sind gesalzene und gewürzte Speisen gesundheitsschädigend. Auch für uns Menschen ist ein hoher Salzgehalt auf Dauer nicht gut. Salz bindet Wasser und entzieht dem Körper daher Flüssigkeit. Dies kann schwerwiegende Folgen für die Nieren Deiner Papageien haben.
WurstwarenMeist werden den Vögeln Wurstwaren angeboten, um den Bedarf an tierischen Eiweißen abzudecken. Das Problem an Wurstwaren ist aber, dass sie oft gewürzt sind und Zusatzstoffe enthalten. Der Verzehr von Wurstwaren kann daher schwerwiegende Folgen für den Organismus und die Organe Deiner Papageien haben.
Koffeinhaltige Getränke (Cola, Kaffee, andere Softdrinks)Diese Getränke gehören keinesfalls auf die Getränkekarte Deiner Papageien. Der Verzehr von koffeinhaltigen Getränken kann Deine Papageien krank machen und innere Organe angreifen.
Kuchen / Kekse, SüßigkeitenKuchen und Kekse enthalten viel Zucker. Zucker ist bekanntlich nicht gesund. Deshalb sollten es auch unsere gefiederten Mitbewohner nicht übermäßig aufnehmen. Übermäßiger Zuckerkonsum führt zu Fettleibigkeit und Lipomen.
Schokolade enthält Theobromin. Es wurde nachgewiesen, dass dies Blutungen innerhalb des Atmungstrakts sowie Herzstillstand bei Papageien auslösen kann. Der Tod kann sehr schnell erfolgen und es ist bislang keine Behandlungsmöglichkeit bekannt.
Einige Informationen in der Tabelle stammen von Ann Castro.

Weiterführende Informationen:

Falls Du Dich für die Gesundheit Deiner Papageien und Sittiche interessierst, empfehle ich Dir den folgenden Beitrag zu lesen. Dort geht es um die häufigsten und gefährlichsten Papageienkrankheiten sowie Tipps zur richtigen Vorsorge und Nachsorge ➤ Papageienkrankheiten

Wenn Du außerdem weitere Tipps zur artgerechten Haltung Deiner Papageien und Sittiche suchst, findest Du in diesem Beitrag Informationen zu Luftbefeuchtern sowie UV-Vogellampen ➤ Papageienhaltung

Viele Halter kaufen sich zwei artgleiche Papageien, in der Hoffnung, dass es sich hierbei um ein gegengeschlechtliches Paar handelt. Während man das Geschlecht von Wellensittichen oder Kanarienvögeln recht einfach durch das äußerliche Erscheinungsbild bestimmen kann, ist dies bei den meisten Papageienarten leider nicht ohne weiteres möglich.

Um eine 100%ige Gewissheit zu haben, dass es sich bei Papageien um Männchen oder Weibchen handelt, muss eine DNA-Geschlechtsbestimmung durchgeführt werden. Hierbei müssen Federn Deiner Papageien an ein veterinärmedizinisches Labor geschickt werden. Dort wird, anhand von unterschiedlichen DNA-Analysen, das Geschlecht des Vogels bestimmt.

Anleitung für die DNA-Geschlechtsbestimmung:

    1. Bereite saubere Probenbeutel vor (z.B. Briefumschlag oder Plastiktüte mit Clip-Verschluss), die jeweils mit der Ringnummer sowie der Papageienart beschriftet sein muss.
    2. Fülle dieses Auftragsformular aus, drucke es aus und lege es dem Probenbeutel bei. Falls Du keinen Drucker hast, kannst Du alternativ auch einen handschriftlichen Zettel mit den Angaben (Name, Anschrift, gewünschte Untersuchung, Vogelart, Ringnummer, Datum und Unterschrift) dem Probenbeutel beifügen.
    3. Nun ist das Herauszupfen der Federn an der Reihe. Bei größeren Exemplaren, wie z.B. Kakadus oder Graupapageien genügen bereits 2-3 Brustfedern. Bei kleineren Papageien, wie z.B. Agaporniden müssen zwei mittelgroße Schwungfedern entnommen werden. WICHTIG: Die Federn müssen frisch gezupft sein, ausgefallene oder vom Vogel selbst gezupfte Federn sind für die Analyse unbrauchbar.
    4. Nun müssen die entnommenen Federn in die entsprechenden Probenbeutel gelegt werden.
    5. Die Proben müssen mit dem Auftragsformular an die Adresse, die auch auf dem Dokument zu finden ist, geschickt werden.
    6. Innerhalb von 2 Werktagen nach Posteingang erhältst Du ein Zertifikat mit dem Ergebnis.

Der Preis für die Geschlechtsbestimmung beläuft sich auf 14,99€ pro Vogel. Falls Du mehrere Geschlechtsbestimmungen durchführen lassen möchtest, kannst Du die genauen Kosten dieser Preisliste entnehmen.

Geschlechtsbestimmung bei Wellensittichen und Kanarienvögeln

Wie zuvor beschrieben, ist die Geschlechtsbestimmung bei Wellensittichen recht einfach. Hierbei ist das wichtigste Erkennungsmerkmal die Wachshaut, die sich an der Nase der Wellensittiche befindet. Erst mit der Geschlechtsreife ist das Geschlecht der Wellensittiche eindeutig zu identifizieren. Während die Männchen eine blaue Wachshaut haben, haben die Weibchen eine braune Wachshaut. Je nach Brutstimmung und Gesundheitszustand kann die Färbung allerdings variieren.

Bei Kanarienvögeln gibt es andere äußerliche Merkmale, die Aufschluss auf das Geschlecht des Tieres geben. Am Gesang oder der Kloake der Kanarienvögel kann man das Geschlecht bestimmen. Bei Kanarienvögeln ist das Männchen der Sänger, während das Weibchen die stille Genießerin ist. Wenn Dein Kanarienvogel also singt, handelt es sich hierbei mit sehr großer Wahrscheinlichkeit um ein Männchen. Des Weiteren kannst Du anhand der Kloake der Vögel das Geschlecht bestimmen. Durch Anpusten kannst Du die Kloake der Vögel sichtbar machen. Die Kloake der Männchen ist zapfenartig verlängert, während die Kloake der Hennen fast glatt ist.

Auch wenn einige Zimmerpflanzen recht schön anzusehen sind, sollte man sich vorab informieren, ob die Zimmerpflanzen für Papageien und Sittiche auch unbedenklich sind. Giftige Zimmerpflanzen können die Gesundheit Deiner Papageien erheblich schädigen. Nicht selten kommt es nämlich zu Vergiftungen durch Zimmerpflanzen. Papageien und Sittiche haben einen natürlichen Nagetrieb und lassen dabei auch giftige Pflanzen nicht ungeschoren.

Damit Du Deine Schützlinge nicht unbewusst in Gefahr begibst, findest Du nachfolgend eine Auflistung ungeeigneter Zimmerpflanzen. Die hier aufgeführten Zimmerpflanzen sind giftig und gehören demnach in keinen Papageienhaushalt.

Giftige Zimmerpflanzen für Papageien und Sittiche

giftige Zimmerpflanze
Begonien sind giftig!

Falls Du wissen willst, ob eine bestimmte Zimmerpflanze giftig ist, kannst Du auch die Suchmaske benutzen. Falls die gesuchte Pflanze in dieser Liste nicht aufzufinden ist, bedeutet es nicht automatisch, dass die Pflanze unbedenklich ist. Ich empfehle Dir daher, Dich vor der Anschaffung genauestens über die gesuchte Zimmerpflanze zu informieren.

PflanzeGiftigkeit
Agavevermutlich giftig
Aloegiftig!
Begoniengiftig!
Belladonnaliliegiftig!
Betelpalmevermutlich giftig!
Birkenfeigegiftig!
Blaue Passionsblumevermutlich giftig
Bogenhanfvermutlich giftig
Brunfelsiegiftig!
Buntnesselvermutlich giftig
Christusdorngiftig!
Christuspalmegiftig!
Chrysanthemengiftig!
Dieffenbachiegiftig!
Drachenbaumvermutlich giftig
Dreimasterblumevermutlich giftig
Efeugiftig!
Efeuaralievermutlich giftig
Efeututegiftig!
Einblattgiftig!
Elefantenfußvermutlich giftig
Elefantenohrvermutlich giftig
Fensterblattgiftig!
Flamingoblumegiftig!
Flammendes Käthchenvermutlich giftig
Frauenhaarfarnvermutlich giftig
Geigenfeigegiftig!
Geweihfarnvermutlich giftig
Glücksbambusvermutlich giftig
Glückskleevermutlich giftig
Goldtrompetevermutlich giftig
Grünlilievermutlich giftig
Gummibaumgiftig!
Guzmanievermutlich giftig
Hakenliliegiftig!
Haworthievermutlich giftig
Hirschzungenfarnvermutlich giftig
Hortensienvermutlich giftig
Hyazinthengiftig!
Iresinevermutlich giftig
Kaffeebaumvermutlich giftig
Kakaobaumgiftig!
Kakteengiftig!
Kaladiegiftig!
Kamelievermutlich giftig
Kartonpapier-Palmegiftig!
Kletterfeigegiftig!
Kliviegiftig!
Kolbenfadengiftig!
Korallenbäumchengiftig!
Korallenbeerevermutlich giftig
Korallenmoosvermutlich giftig
Krotongiftig!
Lampionblumegiftig!
Madagaskar Immergrüngiftig!
Madagaskar Palmegiftig!
Madagaskarjasminvermutlich giftig
Metzgerpalmevermutlich giftig
Narzissengiftig!
Nesselschöngiftig!
Orchideenvermutlich giftig
Palmfarngiftig!
Pfeilblattgiftig!
Philodendrongiftig!
Porzellanblumegiftig!
Primelgiftig!
Purpurtutegiftig!
Strahlenaralievermutlich giftig
Tillandsienvermutlich giftig
Tulpengiftig!
Tüpfelfarnevermutlich giftig
Usambaraveilchenvermutlich giftig
Weihnachtssterngiftig!
Wüstenrosegiftig!
Yuccavermutlich giftig
Zierspargelvermutlich giftig
Zimmeraralievermutlich giftig
Zimmerbambusvermutlich giftig
Zimmerkallagiftig!
Zimmerlindevermutlich giftig
Zwergpfeffervermutlich giftig

Weiterführende Informationen

Unter dem folgenden Link findest Du weitere Informationen zu giftigen Zimmerpflanzen ➤ Link

Hinweis: Diese Liste wurde nach bestem Wissen und Gewissen, sowie unter zur Hilfenahme einschlägiger Fachliteratur und der angegebenen Internetseite erstellt. Dennoch kann keine Gewähr für die Richtigkeit übernommen werden.

Die Frage, wo Du Papageien kaufen kannst, ist sehr wichtig. Allerdings solltest Du Dir zuvor folgende Fragen stellen:

Voraussetzungen für den Kauf von Papageien und Sittichen

  • Habe ich mich für eine Art entschieden? Möchtest Du eher Graupapageien oder sollen es doch Wellensittiche sein?
  • Bin ich bereit ein Leben lang auf die Tiere aufzupassen?
  • Hab ich mich hinreichlich über die Haltung und Verhaltensweisen der gewünschten Papageien und Sittiche informiert?
  • Kann ich den Papageien täglich mehrstündige Freiflüge anbieten?
  • Habe ich die finanziellen Mittel um die Papageien / Sittiche zu versorgen?

Erst wenn die obigen Fragen alle mit "Ja" beantwortet werden können, bist Du ernsthaft bereit Dir Papageien / Sittiche zu kaufen!

Bevor Du allerdings einen Papageien kaufst, solltest Du Dich über den Gesundheitszustand des Vogels erkundigen. Kontaktiere hierzu den Verkäufer und hole Dir bestenfalls Nachweise eines vogelkundigen Tierarztes ein. Beim Kauf ist auch darauf zu achten, dass die Papageien beringt sind und die Herkunftsnachweise vorliegen.

Wo kann ich Papageien kaufen?

Nun zur Frage "Wo kann ich Papageien kaufen?". Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten und Wege um Papageien zu kaufen.

Die klassischen Orte, wo man Papageien kaufen kann, sind:
  • Zoofachgeschäfte
  • Papageienzüchter
  • Tierheime
Im Zuge der Modernisierung durch Internet und Soziale Netzwerke kaufen immer mehr Personen ihre Vögel über das Internet. Hierüber gibt es folgende Möglichkeiten Papageien zu kaufen:

Ich würde Dir raten Dich vorerst im Tierheim oder in der Facebook-Gruppe "Notfedern" umzusehen. Hier kannst Du den Papageien und Sittichen ein besseres Leben ermöglichen. Damit tust Du sowohl Dir als auch Deinen künftigen geflügelten Mitbewohnern etwas Gutes.

Weiterführende Informationen:

Des Weiteren gibt es unterschiedliche Aufzuchtformen. Um mehr hierüber zu erfahren, empfehle ich Dir den folgenden Beitrag durchzulesen ➤ Handaufzucht oder Naturbrut.

Falls Du allgemeine Informationen zur artgerechten Haltung von Papageien und Sittichen erfahren möchtest, empfehle ich Dir die Startseite, wo Du weitreichende Infos findest. ➤ Vogelvoliere kaufen

Wenn man sich Papageien oder Sittiche anschafft, sollte die Unterbringung bestenfalls ein Papageienleben lang gewährleistet werden. Doch oftmals passieren unvorhersehbare Ereignisse, die einen daran hindern, weiterhin für die Vorsorge der Vögel aufzukommen. In den meisten Fällen sind die Gründe für die Abgabe der geliebten Haustiere:

  • Familiäre Schicksalsschläge
  • Familiäre Veränderungen (Zuwachs, Scheidung etc.)
  • Aufkommende Krankheiten, wie Allergien oder langfristige Krankenhausaufenthalte
  • Berufsbedingte Veränderungen

In einigen Fällen hängt die Abgabe der Vögel aber mit der Nichterfüllung bestimmter Erwartungen des Halters zusammen:

  • Mein Papagei spricht nicht
  • Mein Papagei wird nicht handzahm
  • Mein Papagei ist zu laut
  • Mein Papagei verursacht zu viel Dreck
  • Die Haltung der Papageien ist zu kostspielig

Die oben aufgeführten Fälle könnten verhindert werden, wenn sich die Halter frühzeitig mit der Haltung der Papageien oder Sitiche auseinandergesetzt hätten. Unglücklicherweise geschieht die Einsicht erst dann, wenn die Tiere bereits gekauft worden sind. Im Anschluss kommt logischerweise die Frage auf "Wo kann ich meine Vögel abgeben?"

Wo kann ich meine Vögel abgeben?

Mit dieser Antwort möchte ich Dir daher einige Abgabemöglichkeiten aufzeigen. Prinzipiell gibt es die folgenden Möglichkeiten:

  • Foren ➤ Rubrik "Vermittlung"
    • sittich-foren.de
    • vogelforen.de
    • agapornidenforum.net
    • kakadu-info.de
    • etc.

Abgabe schwer vermittelbarer Vögel - gehandicapte Vögel

Die nachfolgende Abgabemöglichkeit bezieht sich auf schwer vermittelbare Vögel, die sogenannten gehandicapten Vögel. Hierbei übernimmt Katja Stollberg völlig selbstlos die Verantwortung für Vögel mit körperlichen oder psychischen Defiziten und bietet ihnen eine Chance auf ein glückliches und erfülltes Leben mit Gleichgesinnten. Bisher nahm sie lediglich Nymphensittiche und Unzertrennliche (Agaporniden) auf. Das Projekt wird privat finanziert. Mit der Zeit werden aber auch andere Arten aufgenommen werden können. Sie kooperiert hierbei mit dem Tierschutz und entlastet durch ihre Arbeit die lokalen Abgabestellen. Selbstverständlich werden die Nymphensittiche und Unzertrennliche in unterschiedlichen Vogelzimmern artgerecht gehalten.

Falls du Nymphensittiche oder Agaporniden mit Handicaps abgeben möchtest, kannst Du Dich über folgende Internetseite informieren und Kontakt zu Katja aufnehmen: http://Handicap-birds.de.tl

Fazit

In allen Fällen ist es überaus wichtig ein geeignetes Zuhause für Deine Lieblinge zu finden. Sicherlich möchtest Du, dass es Deinen Schützlingen in Zukunft weiterhin gut geht. Die Auswahl des künftigen Halters sollte daher gut getroffen und nicht überstürzt werden. Informiere Dich über den Wissensstand und die Erfahrung des Interessenten.